Start Rund um den Garten Anregungen und Tipps

Der Garten im Januar

Balkon und Winterlager:

  • Schädlingskontrolle
  • An milden Tagen das Winterlager lüften.
  • Hin und wieder sehr sparsam gießen; die Wurzelballen sollten nie ganz austrocknen
  • Fäulnis- und Schimmelpilzherde entfernen und vernichten.

Obstgarten:

  • Kranke Blätter und Fruchtmumien entfernen.
  • An frostfreien Tagen Obstbäume und Beerenstäucher auslichten oder verjüngen.
  • Baumpfähle erneuern; Bäume fällen
  • Obstbäume pflegen: Stämme abbürsten, um Eigelege von Schädlinge zu entfernen Leimringe kontrollieren.
  • Rinde mit Kalk- Anstrich vor Frostrissen schützen

Gemüsegarten:

  • Sie können noch ernten: Feldsalat, Roter Zichoriensalat, Grünkohl, Rosenkohl;
  • Bei frostfreiem Wetter ausgraben: Schwarzwurzeln, Topinambur;
  • Und wenn noch eingeschlagen: auch Lauch, Möhren, Sellerie, Rote Bete;
  • Sowie Kräuter: Petersilie, Löffelkraut, Winterportulak;
  • Kresse und Keimsprossen von der Fensterbank liefern Vitamine und Mineralstoffe.
  • Chicorée- und Löwenzahnwurzeln im dunklen Keller antreiben;
  • Durchgeforene Schnittlauchballen können auch jetzt zum Antreiben noch eingetopft werden;

Pflanzenschutz:

  • Vögelhäuser bauen/reinigen. Sollten sie durch Wintergäste bewohnt sein, besser erst im zeitigen Frühjahr reinigen.
  • Futterhaus für Vögel: nur bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke füttern. Gegentlich reinigen

Ziergarten:

  • Schweren Schnee von Bäume, Hecken und Sträucher entfernen. Sonst besteht Bruchgefahr oder die Hecke fällt auseinander.
  • Rosen und Stauden gegen Kahlfröste und Wintersonne mit Reisig (von Adventschmuck und Christbaum) abdecken.
  • An frostfreien Tagen gießen: Immergrüne Pflanzenbrauchen auch im Winter Wasser!
  • Wenn die Temperaturen 5 Grad plus erreichen: Sträucher auslichten: Ältere, zu eng stehende Triebe tief am Boden und alle nach innen wachsende Äste abschneiden. Frühlingsblüher wie Forsythien natürlich verschonen.
  • Hecken von Laubgehölzen verjüngen.

Zimmerpflanzen:

  • Schädlingskontrolle
  • Kakteen die nachts kalt stehen blühen schöner!

Sonstiges:

  • Werkzeuge und Gartengeräte reinigen, reparieren und schleifen.
  • Die Gartenlaube aufräumen
  • Zäune, Pergola und Rankgerüste ausbessern und an frostfreien Tagen streichen
  • Anpflanzungen und Sortenwahl für das neue Gartenjahr planen.







 

Obstbäume auslichten

Wenn die stärksten Fröste vorüber sind, können Sie mit dem Schnitt Ihrer Obstbäume beginnen. Bei älteren Bäumen, deren Kronen im Laufe der Jahre sehr dicht geworden sind, empfiehlt es sich auszulichten.

Natürlich dürfen Sie nicht die Leitäste entfernen; sie gehören zu den wichtigsten Trägern des Kronengerüstes. Es handelt sich dabei um die drei dicksten Äste, die in ungefähr gleicher Höhe waagrecht vom Stamm abzweigen.

Von diesen Leitästen gehen Seitentriebe aus, an denen die kurzen Fruchttriebe sitzen. Bei älteren Bäumen gibt es mehrere Etagen von Leitästen, die jeweils versetzt übereinander am Stamm angeordnet sind. Wenn Sie dieses System an ihrem Obstbaum einmal erkannt haben, fällt es Ihnen nicht mehr schwer, einen Auslichtungsschnitt vorzunehmen.

In der Regel werden nur Seitentriebe und Wasserschosse herausgeschnitten. Als Wasserschosse bezeichnet man einjährige, sehr schnell senkrecht in die Höhe gewachsene Triebe. Sie bilden sich vor allem dort, wo stärkere Ästen abgeschnitten wurden.

Entfernen Sie beim Auslichten der Obstbäume Triebe, die senkrecht nach oben oder nach unten wachsen, die ins Innere der Krone hineinragen oder die zu dicht nebeneinander stehen.

Älter Triebe haben ihre Spitze im Laufe der Jahre nach unten geneigt. Diese Zweige sollten Sie auf einen kräftigen, jungen Trieb ableiten. Alle Triebe werden so abgeschnitten, daß kein Stummel (Huthaken) stehenbleibt.
Dicke Äste etwa 20 Zentimeter vom Stamm entfernt erst von unten einsägen. Dann den Ast einige Zentimeter weiter außen / oben ganz absägen. Die Stummel anschließend bündig absägen; Wunde mit Baumwachs verschließen.

 

Rosenpflege im Frühjahr

Sobald im März die starke Frostperiode vorbei ist sollten Sie schnellstmöglich das Tannenreisig oder die Schutzvliese, die die Rosen vor der Wintersonne geschützt hatten, herunternehmen. Häufeln Sie die Rosen ab.

Jetzt ist auch die richtige Zeit, Rosen zu schneiden. Alle Buschrosen verlangen einen regelmäßigen Rückschnitt. Meistens ist ein Teil der Triebe trotz Winterschutz ein wenig zurück gefroren. Diese trockenen Triebe werden auf jeden Fall entfernt. Da die Rosen am diesjährigen Holz blühen, ist es das Ziel des Schnittes auch, den Austrieb kräftiger junger Triebe anzuregen.

Als Faustregel gilt: Schneiden Sie schwach wachsende Rosen stark, um etwa fünf bis sechs Augen, und starkwüchsige Sorten nur wenig, um drei bis vier Augen zurück.

Je tiefer Sie die Schere ansetzen, desto länger werden die jungen Triebe. Hochstamm- und Trauerrosen schneidet man in gleichem Maße zurück wie Buschrosen. Bei Kletterrosen werden die Seitentriebe der älteren langen Haupttriebe um zwei bis drei Augen zurückgeschnitten. Von Strauch- und Wildrosen nimmt man, wenn nötig, einen älteren Trieb heraus.

Kürzen Sie die Triebe um etwa fünf Millimeter über einem nach außen weisenden Auge ein. Zum Ableiten auf einen jüngeren Trieb setzt man die Schere in der Astgabel an. Quirle am Ende eines Triebes werden über dem nächsten Auge unter dem Quirlansatz weggeschnitten, Überalterte Triebe schneidet man an der Basis dicht über dem Boden ab. Entfernen Sie Wildtriebe unterhalb der Veredelungsstelle.

Nach Abschluß der Schnittmaßnahmen sorgen Sie für eine erfolgreichen Start in Frühjahr durch eine Düngergabe. Arbeiten Sie vorsichtig mit einer Gabel oder Hacke organischen Dünger oder Kompost in die oberen Erdschichten ein. Gießen Sie je nach Bodenfeuchte leicht an.

 

Knollenbegonien vortreiben

Wenn Sie Ihre Begonienknollen vom vorigen Jahr aufbewahrt haben, können Sie im Februar damit beginnen, die Knollen wieder anzutreiben. Besonders dicke Knollen werden mit einem Messer in mehrere Stücke geteilt, wobei jedes Teilstück ein "Auge" haben muß. Man streicht die Schnittstelle gegen Fäulnis mit Holzkohlepuder ein. Am besten legen Sie die Knollen in Blumentöpfe mit einem Durchmesser von elf oder zwölf Zentimetern und drücken Sie leicht an.

Begonia tuberhybrida

So bilden die Pflanzen sofort einen kräftigen Wurzelballen und können im Mai mühelos in die Blumenkästen umgepflanzt werden. Die Erde sollte möglichst locker und sehr humusreich sein. Sehr gut eignen sich verrotteter Laubkompost oder Kompost, mit Rindenhumus vermischt.

Zum Antreiben brauchen die Knollen kein Licht, aber viel Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein Tip aus Großmutters Gartenzeit: Die Töpfe mit den Knollen auf den Küchenschrank stellen. Dort ist es ohne zusätzliche Heizung warm genug zum  Treiben. Vergessen Sie aber das Gießen nicht!

Nach dem Austrieb werden die Töpfe dann hell und zunächst warm aufgestellt. Gelegentliche Gaben organischer Flüssigdünger fördern ihr Wachstum. Später kommen Sie an einen kühlen Standort, und ab April empfiehlt es sich, die Begonien zum Abhärten zumindest tagsüber ins Freie zu stellen. Sie müssen jedoch noch mit einem Vlies bis zu den Eisheiligen vor Nachtfrösten geschützt werden.

 

Zerlegbares Wanderfrühbeet

Im Februar wird es wieder Zeit, im Frühbeet die ersten Aussaaten vorzunehmen. Oft benötigt man den Kasten jedoch von Mitte Mai bis Oktober nicht mehr.

Bauen Sie doch ein Wanderfrühbeet, das Sie nach Belieben an jeder gewünschten Stelle im Garten auf- und abbauen können. Verbinden Sie die Teile mit Schrauben und Flügelmuttern dann können Sie den Kasten nach Gebrauch ohne weiteres wieder zerlegen und platzsparend lagern. Als Fenster eignen sich die genormten Frühbeetfenster mit den Maßen 1.50 × 1,00 Meter (deutsches Maß) oder 1,50 × 0,80 Meter (Holländermaß) oder ausgediente Fenster eines Wohnhauses.

Die Maße des Frühbeetkastens richtet nach Größe und Anzahl der Fenster. Bemessen Sie den Kasten so, daß die Fensterrahmen seitlich von den Kastenwänden umschlossen werden. So sind die jungen Pflanzen im Kasten vor Zugluft geschützt.
An der Innenseite wird, je nach Dicke der Fensterrahmen, fünf bis sieben Zentimeter unter der Oberkante jeweils eine Auflageleiste für die Fenster angebracht. Die Rückwand ist höher als die vordere Wand des Kastens.

Nageln Sie die Bretter zunächst auf unten angespitzte Vierkanthölzer. Die Hölzer müssen, je nach Dicke der Fenster fünf bis sieben Zentimeter unterhalb der oberen Kante der Wände angebracht werden.

Die Bretter der Seitenwände werden durch Dachlattenstücke oder Metallbänder miteinander verbunden. Die oberen Bretter werden mit beispielsweise einer Stichsäge so zugeschnitten, daß die vordere Seite 25 die hintere ca. 40 Zentimeter mißt.
Für die Bohrungen der Schrauben werden die Seitenteile mit Schnellklemmen auf Vierkanthölzer fixiert oder einfach leicht angenagelt. Mit der Bohrmaschine werden jetzt Löcher mit ca.. 5 Millimeter Durchmesser durch die Seitenteile und die Vierkanthölzer gebohrt.

 
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