Start Rund um den Garten Anregungen und Tipps

Zerlegbares Wanderfrühbeet

Im Februar wird es wieder Zeit, im Frühbeet die ersten Aussaaten vorzunehmen. Oft benötigt man den Kasten jedoch von Mitte Mai bis Oktober nicht mehr.

Bauen Sie doch ein Wanderfrühbeet, das Sie nach Belieben an jeder gewünschten Stelle im Garten auf- und abbauen können. Verbinden Sie die Teile mit Schrauben und Flügelmuttern dann können Sie den Kasten nach Gebrauch ohne weiteres wieder zerlegen und platzsparend lagern. Als Fenster eignen sich die genormten Frühbeetfenster mit den Maßen 1.50 × 1,00 Meter (deutsches Maß) oder 1,50 × 0,80 Meter (Holländermaß) oder ausgediente Fenster eines Wohnhauses.

Die Maße des Frühbeetkastens richtet nach Größe und Anzahl der Fenster. Bemessen Sie den Kasten so, daß die Fensterrahmen seitlich von den Kastenwänden umschlossen werden. So sind die jungen Pflanzen im Kasten vor Zugluft geschützt.
An der Innenseite wird, je nach Dicke der Fensterrahmen, fünf bis sieben Zentimeter unter der Oberkante jeweils eine Auflageleiste für die Fenster angebracht. Die Rückwand ist höher als die vordere Wand des Kastens.

Nageln Sie die Bretter zunächst auf unten angespitzte Vierkanthölzer. Die Hölzer müssen, je nach Dicke der Fenster fünf bis sieben Zentimeter unterhalb der oberen Kante der Wände angebracht werden.

Die Bretter der Seitenwände werden durch Dachlattenstücke oder Metallbänder miteinander verbunden. Die oberen Bretter werden mit beispielsweise einer Stichsäge so zugeschnitten, daß die vordere Seite 25 die hintere ca. 40 Zentimeter mißt.
Für die Bohrungen der Schrauben werden die Seitenteile mit Schnellklemmen auf Vierkanthölzer fixiert oder einfach leicht angenagelt. Mit der Bohrmaschine werden jetzt Löcher mit ca.. 5 Millimeter Durchmesser durch die Seitenteile und die Vierkanthölzer gebohrt.

 

Umveredeln eines Apfelbaumes

Das Umveredeln einer Obstbaumkrone gilt als Kunst. Es ist aber nicht so kompliziert, daß es nicht mal einen Versuch wert wäre. Insbesondere, wenn Sie einen Apfelbaum haben, dessen Sorteneigenschaften nicht befriedigen. Vielleicht steht gerade bei einem Nachbarn genau die Sorte, die Sie wünschen, und Sie haben die Möglichkeit, dort ein paar Edelreiser zu schneiden.
Der Baum, den Sie veredeln wollen, sollte nicht zu alt sein. Er sollte im mittleren Ertragsalter stehen und eine regelmäßige Krone haben. Es ist nicht nötig, alle Leitäste auf einmal umzupfropfen. Kürzen Sie die oberen Leitäste um etwa die Hälfte ein und lassen Sie bei den Ästen, die Sie umveredeln wollen, einen fünf Zentimeter langen Stumpen stehen. Nach unten weisende Zugäste bleiben ungekürzt, um den Baum nicht zu stark zu schwächen.

Für die winterliche Veredelung hat sich das Geißfußpfropfen zur Verbindung von ungleich starken Pfropfpartnern bewährt. Als Edelreise schneiden Sie einjährige bleistiftstarke Triebe aus gut belichteten Teilen der Krone des Ertragsbaums, dessen Sorte Sie wünschen.

Beim Veredelungsschnitt an der Unterlage wird der Stumpen leicht schräg abgeschnitten. An der höheren Seite mit zwei etwa drei Zentimeter langen, sich unten treffenden Schnitten einen Keil herausschneiden. Passend für diese Kerbe das Edelreis an zwei Seiten mit geraden Schnitten anspitzen. Versuchen Sie beide Mal so glatt wie möglich und im gleichen Winkel zu schneiden. Das verwendete Messer sollte so scharf wie möglich sein und keine Zahnung haben.

Diesen Keil in die Kerbe einsetzen; dabei sollte schon etwa in der Mitte des Edelreisers ein erstes Auge sitzen. Dann den Veredelungsbereich fest mit Bast umwickeln und mit Baumwachs verstreichen. Ist der Edelreiser angewachsen, treiben im Frühjahr seine Augen aus.

 

Anzuchtbox für frühe Aussaat

Eine Anzuchtbox für die Gemüse Aussaat können Sie leicht selber basteln. Die Maße dafür richten sich nach Ihren Bedürfnissen. Die Anzuchtbox sollte jedoch nicht zu groß und sperrig sein, damit Sie sie nach Gebrauch mühelos im Geräteschuppen oder Keller verstauen können.

Kapuzinerkressenkeimling

Sie benötigen eine rechteckige Bodenplatte, vier Bretter für die Seitenwände sowie vier Kanthölzer oder acht Winkeleisen, um alle Teile miteinander zu verbinden. Die hintere Wand sollte, wie bei einem Frühbeetkasten, um etwa ein Viertel bis ein Drittel höher sein als die Vordere. So kann das Sonnenlicht günstig einfallen und das Regenwasser über die Abdeckung abfließen.
Bei einer nur kleinen Box genügt eine einfache Glasscheibe zum Abdecken. Größere Anzuchtkästen können so gebaut werden, daß ein ausgedientes Fenster darauf paßt. Oder Sie fertigen einen Rahmen aus Holzleisten an und bespannen ihn mit einer durchsichtigen Plastikfolie.

Schlagen Sie die Box mit einer schwarzen Kunststoff-Folie aus und bedecken Sie den Boden mit Blähton, oder Gesteinssplitt. Diese Schcht dient als Drainage, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann. Blähton speichert außerdem Feuchtigkeit.
Schwarze Folie und der Basaltsplitt erwärmen sich in der Sonne und geben gespeicherte Wärme wieder ab. Als zusätzlicher Wärmespeicher dient ein mit Wasser gefüllter Beta-Solarschlauch oder eine schwarz angemalte oder in dunkle Folien eingewickelte Getränkeflasche.

Solange draußen noch frostige Temperaturen herrschen, kann die Box auch an einem hellen Ort im Haus aufgestellt werden. Im Freien sollte die Box nachts angedeckt werden. Bei leichten Nachtfrösten hilft auch eine Dämmung mit beispielsweise Styropor und eine in den Anzuchtkasten gestellte Dauerbrand-Kerze (Grabkerze).

 

Hausmittel gegen Wühlmäuse

Wühlmäuse können in manchen Gärten zur Plage werden. Ein Universalmittel, sie zu vertreiben, gibt es nicht. Nur verschiedene Maßnahmen, aufeinander abgestimmt, können ihre Bevölkerung und somit die Schäden so gering wie möglich halten.

Wichtig ist, zunächst einmal ihre unterirdischen Gänge zu finden und zu erkennen. Im Gegensatz zu den flach-ovalen Gängen der harmlosen, nützlichen und geschützten Maulwürfe sind die Gänge der Wühlmäuse länglich-oval. Sie haben etwa die Form eines senkrecht gestellten Eis.

Ostschermaus

Schützen Sie gefährdete Pflanzen durch ein in den Boden eingegrabenes Maschendrahtgeflecht. Den Boden von Frühbeetkästen. Hügel- und Hochbeeten sollten Sie mir Gitterziegeln auslegen.

Wühlmäuse vertragen weder unangenehme Gerüche noch schrille oder laute Töne. Sorgen Sie also für Lärm und Gestank, die Sie gegen Wühlmäuse mit einfachen Mitteln erzeugen können. Denken Sie dabei aber bitte auch an ihre Nachbarn und übertreiben Sie die Maßnahmen nicht.

  • Die Wirkung starkriechender Wurzeln von Kaiserkronen ist in verschiedenen Gärten unterschiedlich und deshalb umstritten. Einen Versuch sind die Kaiserkronen aber wert. Auch Lebensbaumzweige, Zwiebel-. Knoblauch- und Holunderjauche und gar Fischabfälle werden immer wieder von verschieden Gärtnern empfohlen und eingegraben.
  • Die Samen der kreuzblättrigen Wolfsmilch sind giftig; sie werden aber von den Wühlmäusen gefressen. Siedeln Sie diese zweijährige Pflanze, die sich selbst aussät, in Ihrem Garten an.
  • Quietschende Metallwerke, schräg eingegrabene Flaschen oder elektrische Schallerzeuger können die Wühlmäuse ebenfalls schrecken. Ebenso natürlich auch den Nachbarn.

Die Kombination oben stehenden Anregungen haben meine Wühlmäuse so beeindruckt, dass sie es sich erst drei Meter weiter bequem gemacht haben. Ich denke regelmäßiges "natürliches" Raudau machen wie Rasenmähen, Beet haken, etc. hat die gleiche Wirkung.

Auf großen Grundstücken können Sie versuchen, die natürlichen Feinde der Wühlmaus heimisch zu machen. Stellen Sie zum Beispiel eine Greifvogel-Stange auf. Ein Lese-Steinhaufen mit einem eingebauten Hohlraum und einer ausgedienten Betonröhre als Eingang dient dem Mauswiesel als Unterschlupf.

 

Knollenbegonien vortreiben

Wenn Sie Ihre Begonienknollen vom vorigen Jahr aufbewahrt haben, können Sie im Februar damit beginnen, die Knollen wieder anzutreiben. Besonders dicke Knollen werden mit einem Messer in mehrere Stücke geteilt, wobei jedes Teilstück ein "Auge" haben muß. Man streicht die Schnittstelle gegen Fäulnis mit Holzkohlepuder ein. Am besten legen Sie die Knollen in Blumentöpfe mit einem Durchmesser von elf oder zwölf Zentimetern und drücken Sie leicht an.

Begonia tuberhybrida

So bilden die Pflanzen sofort einen kräftigen Wurzelballen und können im Mai mühelos in die Blumenkästen umgepflanzt werden. Die Erde sollte möglichst locker und sehr humusreich sein. Sehr gut eignen sich verrotteter Laubkompost oder Kompost, mit Rindenhumus vermischt.

Zum Antreiben brauchen die Knollen kein Licht, aber viel Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein Tip aus Großmutters Gartenzeit: Die Töpfe mit den Knollen auf den Küchenschrank stellen. Dort ist es ohne zusätzliche Heizung warm genug zum  Treiben. Vergessen Sie aber das Gießen nicht!

Nach dem Austrieb werden die Töpfe dann hell und zunächst warm aufgestellt. Gelegentliche Gaben organischer Flüssigdünger fördern ihr Wachstum. Später kommen Sie an einen kühlen Standort, und ab April empfiehlt es sich, die Begonien zum Abhärten zumindest tagsüber ins Freie zu stellen. Sie müssen jedoch noch mit einem Vlies bis zu den Eisheiligen vor Nachtfrösten geschützt werden.

 
Weitere Beiträge...